Mode (von lateinisch: modus = Art & Weise) bezeichnet zunächst in allgemeingültiger Form das gleichzeitige und einheitliche Auftreten bestimmter Verhaltensmuster und geschmacklicher Präferenzen von Menschen.
Im alltäglichen Wortgebrauch wird der Begriff Mode hauptsächlich als Synonym für Kleidermode und Frisurenmode verwendet.
Einflussfaktoren
Die Besonderheit von Mode besteht darin, dass Trends für eine kontinuierliche Anpassung (bzw. einen Austausch) von Modeerscheinungen an die sich ändernden Rahmenbedingungen sorgen. Solche Rahmenbedingungen sind u.a.:

Kulturelle Mode, die sich am Umgang mit Traditionen, Bräuchen aber auch materiellen Kulturgütern orientiert
Politische Mode, die sich z.B. an Veränderungen der Weltanschauung oder Themen der Globalisierung orientiert
Psychologische Mode, die sich z.B. an Veränderungen innerer Werte oder an Schutzbedürfnissen ausrichtet
Soziologische Mode, die z.B. auf die Zugehörigkeit und Entwicklung von Gruppierungen und Gemeinschaften ausgerichtet ist
Technische Mode, die den Möglichkeiten technischer Neuerungen folgt, z.B. der Erfindung neuer Gewebearten

 

Dauer und Umfang von Modeerscheinungen

In einigen Erklärungen wird Mode als jeweils kurzfristig bestehende Situation beschrieben, die einem permanenten Wandel unterliegt. Diese Definition ist jedoch zu statisch, da die jeweilige Ursache und die Qualität einer Modeerscheinung unberücksichtigt bleiben. So führten z.B. in der Geschichte insbesondere gesellschaftliche, politische und religiöse Umbrüche zu unverwechselbaren eigenständigen Modeepochen, wohingegen z.B. die Präsentation eines extravaganten Kleidungsstils in einem Kinofilm oder die Einführung einiger technischer Innovationen in heutiger Zeit häufig tatsächlich nur kurzfristig oder ausschließlich bei Randgruppen Einzug in die Mode finden.

Mode kann heutzutage aufgrund unzureichender Ausprägung mitunter kaum noch konkret zeitlich abgrenzt werden. Beeinflusst von modernen Kommunikationsmedien, hochentwickelten Dienstleistungs- und Fertigungsverfahren, breit angelegten Marketingmaßnahmen und weitverzweigten Handelsstrukturen verliert sich Mode in der heutigen Zeit nicht selten im Anspruch jedes einzelnen nach Individualität und Selbstverwirklichung. So lassen sich Modeerscheinungen häufig nur noch als gemeinsamer Trend zu bestimmten Farben, zu ausgewählten Kleidungsstücken oder einzelnen Materialien wahrnehmen.

Mode erfuhr somit im Laufe der Zeit somit aber auch eine Emanzipierung weg von der starken Abhängigkeit von sozio-kulturellen Tendenzen und dem Diktat ausgewählter Trendgeber, hin zu mehr Unabhängigkeit aufgrund stärkerer Gleichberechtigung der Konsumenten und ein unüberschaubares Angebot z.T. stark diversifizierter Angebote innerhalb einer Modeströmung.

Mode als Ausdrucksmittel

Mode ist nicht nur Folge von Veränderungen oder modernem Marketing, sondern dient auch aktiv der Präsentation von ideologischen Interessen und Bedürfnissen. Durch Konservierung einzelner Modeerscheinungen, durch Kombination von Elementen aus unterschiedlicher Modeepochen oder im Umkehrschluss auch nur durch die gezielte Abgrenzung von den jeweils vorherrschenden Trends kann Mode zum Stil werden, der sowohl von Individuen als auch von Gemeinschaften als Mittel der Abgrenzung (bzw. der Darstellung einer bestimmten Zugehörigkeit) oder der Wiedererkennung genutzt wird.